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Wie funktioniert das POSTIdent-Verfahren?  

16 August 2022

Lemonway news

Die Zahl an Banktransaktionen steigen immer weiter an. Gleichzeitig nehmen aber auch Betrugsfälle und Geldwäsche deutlich zu. Wie kann man diese Probleme bekämpfen, wenn es immer einfacher wird, ein Bankkonto zu eröffnen oder an einer Crowdfunding-Kampagne teilzunehmen? Indem man von Regierungen eingeführte Protokolle wie KYC und Prozesse nutzt, die es ermöglichen, eine Person leicht zu identifizieren. In Deutschland handelt es sich dabei um das POSTIdent. Hier ein paar Erklärungen!

 

POSTIdent: Um was handelt es sich?

In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass jeder, der ein Bankkonto eröffnen und Bankguthaben halten möchte, seine Identität überprüfen muss. Um diese wichtige Voraussetzung für die Bestätigung einer Anmeldung bei einer Bank zu erfüllen, stehen zukünftigen Kunden und Unternehmen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Sie können mit den erforderlichen Unterlagen direkt zu einer Filiale gehen, ein Videointerview durchführen oder in ein Postamt gehen und den berühmten POSTIdent-Service der Deutschen Post nutzen.

 

POSTIdent: Definition

POSTIdent ist ein Verfahren, das von der Deutschen Post eingeführt wurde, um den Anforderungen der Banken an die Identifizierung ihrer Kunden gerecht zu werden. Das Verfahren ist vollkommen sicher und ermöglicht es, die Identität von Personen bei der Eröffnung eines Bankkontos im Rahmen des Geldwäschegesetzes zu überprüfen. Dieses heute weit verbreitete Verfahren ist nicht mehr auf Banken beschränkt. Es kann nämlich auch für die im Rahmen des KYC erforderlichen Identitätsprüfungen verwendet werden: Man druckt einfach ein Dokument aus, geht zum nächsten Postamt und zeigt seinen Reisepass vor, damit die Person am Schalter die Richtigkeit der Identität bestätigen kann.

 

POSTIdent und KYC: Was Sie wissen müssen

In Deutschland, wie auch in vielen anderen europäischen Ländern, ist der Kampf gegen die Geldwäsche zu einer Priorität geworden. Um nach mehreren Jahren der Nachlässigkeit zu handeln, haben die Behörden eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, die Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verhindern sollen. Zu diesen Maßnahmen gehört auch die Schaffung wirksamer Vorkehrungen durch die Unternehmen wie KYC, auch Know Your Customer genannt (auf Deutsch „Kenne deinen Kunden“).

Was ist KYC? KYC ist ein Protokoll, mit dem die Identität eines Kunden, einer natürlichen oder juristischen Person, überprüft werden soll. Das Ziel ist einfach: Identitätsdiebstahl, Betrug und Geldwäsche zu bekämpfen, indem man das Profil jedes Kunden bewertet und gegebenenfalls Wachsamkeitsmaßnahmen einleitet.

 

Einhaltung der KYC-Verfahren für Marktplätze und Crowdfunding-Plattformen

Wie herkömmliche Banken sind auch die Betreiber von Marktplätzen oder Plattformen für Beteiligungsfinanzierung verpflichtet, KYC-Verfahren einzuhalten. Warum ist das so? Weil sie Verkäufer und Käufer oder Investoren und Projektträger zusammenbringen und dabei virtuelle Bankkonten einrichten, um Inkassotransaktionen durchzuführen. Selbst wenn sie keine physischen Filialen haben, werden diese Betreiber als vollwertige Finanzinstitute betrachtet. Die Überwachung der Bewegungen auf den Bankkonten und der Profile der Verkäufer erweist sich daher als unerlässlich, um maximale Zuverlässigkeit und Transparenz zu gewährleisten.

 

Das POSTIdent-Verfahren wurde nach der Verabschiedung des deutschen Geldwäschegesetzes geschaffen und bleibt ein wirksames Mittel zur Identifizierung digitaler Investitionen und des Handels über das Internet.

 

POSTIdent: So funktioniert es heutzutage

Früher konnte das POSTIdent-Protokoll nur in einem der Büros der Deutschen Post durchgeführt werden. Dank neuer Technologien kann dieser Prozess der Identitätsprüfung nun auch aus der Ferne durchgeführt werden. Insbesondere können Zusteller diese Aufgabe bei der Zustellung eines Briefes übernehmen, während eine mobile App, die dem POSTIdent gewidmet ist, die Identifizierung direkt online ermöglicht!

 

Für Personen, die nicht in der Lage sind, zu reisen und ein Postamt aufzusuchen, kann das POSTIdent-Protokoll auch über ein Videointerview durchgeführt werden. Beachten Sie, dass Sie unbedingt ein offizielles Dokument mitbringen müssen, um die Identifizierung zu bestätigen: Während der Führerschein für diese Art von Verfahren nicht akzeptiert wird, sind Reisepass, Personalausweis oder Aufenthaltstitel unerlässlich. Auch der elektronische Personalausweis ist sehr praktisch: Er wurde erst vor kurzem eingeführt und enthält eine elektronische Komponente mit einem staatlich signierten Stempel (QR-Code), mit dem sich sehr leicht erkennen lässt, ob es sich um einen gefälschten Ausweis handelt oder ob die Daten geändert wurden.

 

Für Personen, die im Besitz eines ausländischen Reisepasses sind, gilt das POSTIdent-Protokoll in gleicher Weise. Sie sollten sich jedoch beim nächstgelegenen Postamt oder bei der Bank erkundigen, ob zusätzliche Dokumente (z. B. Bestätigung des Wohnorts) für die Authentifizierung erforderlich sind. In jedem Fall bleibt das POSTIdent-Verfahren ein Verfahren, das für seine hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit bekannt ist. Die Fehlerquote der Deutschen Post liegt bei 1,1 %, was das deutsche Transport- und Logistikunternehmen zu einer echten Instanz macht!

 

POSTIdent: Wen betrifft es?

Heute nutzen nicht nur Banken, sondern auch viele Unternehmen regelmäßig POSTIdent. Anbieter von Mobilfunkverträgen, Finanzdienstleister… Unabhängig vom Anbieter ist es notwendig, einen Vertrag mit der Deutschen Post abzuschließen, damit diese eine Kundennummer ausstellt. Anhand dieser Kundennummer kann jede Person identifiziert werden.

 

Wie läuft das konkret ab? Das Unternehmen stellt dem Kunden die Dokumente zur Verfügung. Dieser druckt sie aus, bevor er sie – mit einem gültigen Ausweisdokument versehen – einem Postangestellten zeigt. Er kann dies per Videotelefonie, per Post oder offline erledigen, indem er den POSTIdent-Coupon des Unternehmens mitnimmt, in dem einige Daten bereits vorausgefüllt sind. Sobald die Dokumente des Kunden validiert sind, erhält das Unternehmen die Authentifizierung der Identität des Kunden.

 

Zusammengefasst bedeutet POSTIdent

Ein Identifikationsverfahren, das für seine Zuverlässigkeit und die Einhaltung des deutschen Geldwäschegesetzes bekannt ist.  

Es ermöglicht die Bereitstellung einer authentifizierten und verifizierten Identität über ein präzises Zwei-Faktor-Verfahren. PostIdent ist über verschiedene Szenarien, offline oder online, zugänglich und wird jedes Jahr von Millionen von Menschen genutzt!

 

Und welche Rolle spielt Lemonway dabei?

Mit unserer Expertise in der Abwicklung komplexer Zahlungen für digitale Plattformen (Marketplace und Crowdfunding) sind wir in ganz Europa vertreten. In Deutschland ist POSTIdent unser Partner für die Einführung des KYC-Protokolls. Ein Mittel, um die Zuverlässigkeit von Banktransaktionen zu gewährleisten und Geldwäsche zu bekämpfen!

 

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